MALEN ALS METHODE

Personenorientierte Maltherapie POM

Gefühle und Gedanken sichtbar machen. BE YOU

Personenorientierte Maltherapie POM, Miriam Lörz

Die Methode

Ich könnte mich ja zuhause mit einem Blatt Papier und Farben hinsetzen und malen, wenn ich Lust dazu habe. Mal wieder kreativ werden, was Schönes machen. Stress abladen, alte Erinnerungen – oder was ganz Neues entstehen lassen.

Warum also ein Malatelier aufsuchen, in dem eine Maltherapeutin mich begleitet?

Die meisten von uns stellen hohe Ansprüche an sich selbst, haben gelernt, was man machen darf und was nicht. Malen das, wofür sie schon als Kind gelobt wurden. Oder malen das, was sie schon kennen, was sie immer schon gemacht haben. Und hören ganz schnell wieder mit dem Malen auf, weil ihnen nicht gefällt, was da so entsteht.

Wenn ich mich aber auf das Begleitete Malen einlasse, es mir gelingt, mit Hilfe der Therapeutin meine Muster und Lebensthemen zu erkennen, die mich daran hindern zufrieden zu sein, kann ich Neues entdecken und entstehen lassen.

Oft ist uns nicht klar, wie unser nächster Schritt im Leben aussehen soll. Oder wie wir damit umgehen sollen, was uns immer wieder und wieder beschäftigt. Beim Malen, über die wiederkehrende Auseinandersetzung mit den entstehenden Bildern, erkennen wir neue Wege und Perspektiven. Und dürfen erleben, dass das, was wir für ein Problem halten, auch Qualitäten von uns sind.

Es geht in der Maltherapie nicht darum, Kunstwerke entstehen zu lassen, sondern uns selbst besser kennenzulernen. Zu werden wer wir sind.

Du malst, wie Du lebst. So wie wir ein Bild malen, so leben wir unser Leben. Im Malatelier lässt sich Kraft schöpfen und das Selbstvertrauen stärken.

Personenorientierte Maltherapie POM, Miriam Lörz

Beim Betreten des Malraums sind es die Farben, die das Herz höherschlagen lassen. Über 20 hochwertige pastose Gouachefarben von Lascaux laden zum Entdecken ein und wecken unsere Sinne.
Nichts lenkt uns ab, wir befinden uns in einem geschützten Raum.
Gemalt wird stehend an einer Malwand, mit der ungeübten Hand, auch mal mit dem Pinsel oder dem Spachtel.

Malbegleitung/Maltherapeutin

Ich begleite Sie als Maltherapeutin beim Entstehungsprozess des Bildes. Unterstütze Sie, wenn es nicht weitergeht, Fragen oder Unstimmigkeiten auftreten. Helfe Ihnen Ungewissheiten auszuhalten. Ich habe Zeit für Sie.

Malatelier Frau Lörz

Gemeinsam, im Austausch von Bild, Malenden und Therapeutin, darf das entstehen, was sein will. Dabei wird nicht bewertet oder interpretiert. Und oft überraschen die entstandenen Bilder uns. Oder dürfen einfach genügen – sein was sie sind.
Nach dem Malen bleibt dann genug Zeit, Erfahrungen und Erlebtes mitzuteilen.

Um was es mir in der Personenorientierten Maltherapie geht:

Freude

Es macht riesig Spaß, gemeinsam mit Menschen, mit Hilfe eines Bildes, im Prozess der Bildentstehung Dinge zu klären, auf den Grund zu gehen. Sich immer wieder von der Kraft des gemeinsamen Malens und der Einzigartigkeit jeden Bildes überraschen zu lassen.

Tun

Viel zu selten nur werden wir noch selbst aktiv, zu gerne und zu oft lassen wir uns von den digitalen Medien berieseln. So bleibt kein Platz mehr unsere eigenen inneren Bilder wirklich werden zu lassen; in Dialog mit uns selbst zu treten und das dann sichtbar werden zu lassen, ohne Druck, Selbstkritik und Wertung. Nur zu gerne interpretieren wir, lassen uns von vorgefertigten Bildern bestimmen, statt Neues entstehen zu lassen. Beim begleiteten Malen wird ein Möglichkeitsraum eröffnet.

Kreativität

Was macht mich als Mensch aus, was dient mir als Ausgangsbasis, kreativ zu werden? Erst wenn ich das erkannt habe, was mit zutiefst zu eigen ist, kann ich aktiv und kreativ werden. Und mich von meinen überkommenen Denk- und Lebensmustern und Überzeugungen befreien.

Gemeinsamkeit und Beziehungen

Wie wir werden wer wir sind. Durch Resonanz. Be You.

In jedem Menschen schlummern Qualitäten, die in der Begegnung mit einem mitfühlenden Gegenüber entdeckt und betrachtet werden können.

Der Mensch wird am Du zum Ich


Martin Buber, Du und Ich, (1923)

Wandlung

Nichts ist in Stein gemeißelt- wir alle können an uns arbeiten, ein Leben lang im Prozess ständiger Selbstwahrnehmung uns verändern. Zu mehr Zufriedenheit und Kreativität.

Verantwortung

Der Humanistischer Ansatz in der Personenorientierten Maltherapie POM entspricht meiner Vorstellung eines Miteinander-Lebens:
Jeder Mensch ist eine eigenständige, in sich wertvolle Person.
Jeder Mensch ist grundsätzlich auf Wachstum und Entwicklung ausgerichtet.
Jeder Mensch trägt Fähigkeiten zur Veränderung und Problemlösung in sich.

Hintergrund:

Das «Begleitete Malen» wurde von Bettina Egger seit 1965 aus dem «Ausdrucksmalen» und dem «Malspiel« entwickelt, das sie als Schülerin von Arno Stern kennengelernt hatte. 1978 baute Bettina Egger zusammen mit dem Psychologen Robert Wirz das Institut für Humanistische Kunsttherapie IHK in Zürich auf, um Kunsttherapie als eigenständigen Beruf zu etablieren und dafür eine fundierte Ausbildung anzubieten. Zusammen mit Urs Hartmann entwickelten sie dann daraus die «Personenorientierte Maltherapie», kurz POM. Heute gehört das IHK unter der Leitung von Urs Hartmann und Denise Huber zu den führenden Ausbildungsinstituten für Kunsttherapie in der Schweiz.

Textauszug aus der Website des „Instituts für Humanistische Kunsttherapie in Zürich“:

Personenorientierte Maltherapie IHK

In der Personenorientierten Maltherapie malen die Klientinnen und Klienten Bilder, die nicht vorbedacht sind, sondern im Moment des Malens entstehen. Die Maltherapeutin/der Maltherapeut begleitet diesen Prozess und achtet darauf, dass die Farbe langsam und im stetigen Kontakt zu dem, was entsteht, aufgetragen wird. Das Bild soll sich zu dem entwickeln, was es werden will – ein Bild ist ein Bild ist ein Bild. Über die Klärung des Bildes können die Malenden eigene Verhaltensweisen erkennen, probehandelnd neue Erfahrungen machen und diese in den Alltag integrieren.

Humanistische Grundhaltung

Kunsttherapeutinnen und -therapeuten mit IHK Methodenausbildung begleiten ihre Klientinnen und Klienten mit einer humanistischen Grundhaltung. Das heisst: Die Wertschätzung des Menschen und der Bilder/Werke ist ihnen ein wichtiges Anliegen. In der kunsttherapeutischen Methodik IHK ist die aktive Begleitung des Mal- und Gestaltungsprozesses, der «Arbeit am Bild/Werk» wesentlich. Über die Weiterarbeit am Bild-/ Werkprozess lassen sich wiederkehrende Themen der Klienten erkennen und malend/gestaltend bearbeiten und sie können bewusstgewordene Erfahrungen in ihren Alltag übertragen.

Arbeit am Bild/Werk

Die Grundhaltung der IHK Methodik ist durch das konsequente Begleiten des Mal- und Gestaltungsprozesses und die direkte Arbeit am Bild/Werk gekennzeichnet. Das unterscheidet die IHK Methodik wesentlich von anderen kunsttherapeutischen Ansätzen, die beispielsweise das vollendete gestalterische Werk für eine nachträgliche Betrachtung verwenden oder die künstlerische/gestalterische Tätigkeit an sich als therapeutisch wirksam betrachten.